Regelmäßig im Sommer veranstaltet das Museum Europäischer Kulturen (MEK) die Europäischen Kulturtage. Das Format stellt jährlich ein anderes europäisches Land, eine Region, Stadt oder eine Kulturerbegemeinschaft anhand von Vorträgen, Filmen, Musik, Lesungen und Performances vor. Zum 20. Jubiläum des MEK im Jahr 2019 steht nun erstmals ein transkulturelles Thema im Vordergrund: „Europa à la carte. Essen verbindet“.

Essen und Trinken geht alle an: Es befriedigt Grundbedürfnisse, ist aber darüber hinaus Kultur, Erlebnis und Genuss. In Zeiten hoher Mobilität nehmen wir immer mehr verschiedene regionale, internationale und transnationale Einflüsse auf. Die kulinarische Migration ist ein wichtiger Bestandteil heutiger Lebensstile. Aus einer kulturanthropologischen und soziologischen Perspektive beleuchten die diesjährigen Europäischen Kulturtage das Thema „Kulinarik in Europa“ in seinen identitätsstiftenden und transkulturellen Facetten.

In Vorträgen und Gesprächsrunden werden Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Ernährung in Europa beleuchtet sowie von Pirogge bis Rentierfleisch Eigenheiten und Klischees unter die Lupe genommen. Auch der kulinarische Genuss kommt dabei nicht zu kurz: Die diesjährigen Kulturtage entstehen in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern der bisherigen Kulturtage, die sámische, apulische, sardische, georgische, friesische sowie thessalonische Spezialitäten anbieten und darüber informieren. Musikalische Aufführungen, Filme und Lesungen zum Thema runden das Programm ab.